Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Rolladen Müllers - Traumzeit

Der Weihnachtszug Da stampfte die alte Dampfeisenbahn. Ich hörte sie im stillen Zimmer. Ganz langsam sie aus dem Bahnhof kam, schnauft und keucht im Scheinwerferschimmer. Sie rollte davon aus der kleinen Stadt, hinein in die Landschaft der heiligen Nacht. Wo es mächtig verschneiteWälder hat und die Flocken schwebten leise und sacht. Im Horchen lag ich gemütlich und warm, ein Kind noch und lauschte dem fernenTon. EinTeddy lag träumend in meinem Arm. Die Eisenbahn ratterte weiter davon. Wo wollten nur all die Menschen hin, allein und einsam im fremden Zug? Wollten sie heim im Familiensinn, oder hatten sie dazu keinen Bezug? Sah’n sie hinaus, imWinterdunkel schemenhaft dieWelt vorbei zieh’n, am HimmelWolken und Sternengefunkel und Rehe von den Gleisen weg flieh’n? Die Dörfchen lagen in Schnee gehüllt. Christbäume leuchten mal hier, mal dort. Hat so sich dieWeihnacht für sie erfüllt Im Getragensein von Ort zu Ort? Der Zug schon leis’in dieWeite entfuhr. Schönheit und Liebe ich jetzt begriff, Stimmung geborgen istWeihnachten pur. In der Ferne heult noch ein langer Pfiff.

Seitenübersicht